St. Marien

St. Marien Orgel in Heiligenstadt


Geschichte der Orgel der Propsteikirche „St. Marien“ Heiligenstadt

Die Kirche St. Marien (damals wahrscheinlich noch Liebfrauenkirche) bekam bereits 1598 die erste Orgel, die durch die Aktivitäten des damaligen Oberamtmanns Leopold von Strahlenberg errichtet werden konnte. Dieser Orgel folgten in den nächsten über 400 Jahren viele Sanierungen und komplette Neubauten.

Unsere jetzige Orgel wurde unter Propst Robert Buch 1940 in Auftrag gegeben. Gebaut wurde die Orgel von der Fa. Gebr. Späth aus Ennetach einem Ortsteil von Mengen in Baden-Württemberg. Am 13. Juli 1941 wurde die Orgel feierlich eingeweiht. Die Festpredigt hielt der Pfarrverweser Vikar Adolf Bolte, der spätere Bischof von Fulda. Gespielt wurde die Orgel zur Einweihung vom Domorganisten Krieger, der die Orgel so begutachtete: „Eine Orgel von unerhört schöner Klangwirkung. Die Fa. Späth hat ein Meisterwerk geschaffen. Möge diese Orgel viele Jahre zur Ehre Gottes und zur Freude der Gläubigen klingen und singen“.

Leider wurde das Instrument 1966 im Zuge der nachkonziliaren Veränderungen in der Kirche, dem auch der Ausbau der Seitenemporen folgte, sehr zum Negativen verändert. Die Orgel wurde auf die noch vorhandene Mittelempore gezwängt und im Stil der neobarocken Zeit klanglich stark umgearbeitet.

Seit vielen Jahren wird die Orgel von der Fa.“Werkstätte für Orgelbau- Karl Brode“ aus Heiligenstadt am Leben erhalten. Trotz dieses Engagements müssen u.a. dringend die 73 Jahre alten elektrischen Bauteile und die über 3000 porösen Lederfunktionsteile erneuert werden. Dazu bedarf es  einer Restaurierung des gesamten Orgelwerks. Um einen besseren Klang zu erreichen soll der technische Aufbau des Instruments optimiert und die neobarocken Dispositionsveränderungen der 60er Jahre zurückgeführt werden. Weiterhin soll die Orgel eine neue Prospektfront mit Zinnpfeifenwerk erhalten.

Als ersten Schritt der Orgelsanierung baute Orgelbaumeister Brode auf der 2006 erweiterten Empore einen neuen Spieltisch von der Fa. Aug. Laukhuff aus Weikersheim an.

Derzeit unternimmt die Propsteigemeinde St. Marien alle Anstrengungen, um eine Sanierung der Orgel zu ermöglichen und damit die volle Klangschönheit des Instruments wieder herzustellen.


Daten

Die Orgel wurde 1941 von der Orgelbauanstalt Späth aus Ennetach – Mengen erbaut.  Sie steht heute auf der mittleren Westempore der dreischiffigen Hallenkirche.

Orgeldisposition :

 I.Manual Brustwerk  C-g´´´  II.Manual Hauptwerk C-g´´´  III.Manual Schwellwerk C-g´´´´
           
 1. Gedackt  8´  9. Bordun  16´  24. Geigenprinzipal  8´
 2. Quintade  8´  10. Prinzipal  8´  25. Hohlflöte  8´
 3. Prinzipal  4´  11. Gemshorn  8´  26. Salizional  8´
 4. Waldflöte  2´  12. Gamba  8´  27. Vox coelestis  8´
 5. Sesquialtera 2f.  2 2/3´ 1 3/5´  13. Doppelgedackt  8´  28. Prinzipal  4´
 6. Nachthorn  1´  14. Portunalflöte  8´  29. Spitzflöte  4´
 7. Scharff 4f  1 1/3´  15. Oktave  4´  30. Blockflöte  2´
 8. Cromorne  8´  16. Rohrflöte  4´  31. Kleinquinte  1 1/3´
 Tremulant    17. Quinte  2 2/3´  32. Scharff 4f  1 1/3´
     18. Superoktave  2´  33. Trompete harm.  8´
     19. Mixtur   4f.  2´  Tremulant  
     20. Cornett 3-4 fach      
     21. Tuba  16´    
     22. Trompete  8´    
     23. Feldtrompete  4´    
           
 Pedal                  C-f´          
           
 34. Prinzipalbaß  16´  38. Oktavbaß  8´  42. Posaune  16´
 35. Subbaß  16´  39. Gedacktbaß  8´  43. Trompete  8´
 36. Zartbordun  16´  40. Choralbaß  4´  44. Kopftrompete  4´
 37. Quintbaß  10 2/3´  41. Rauschpfeife  3f.      

 

Spielhilfen: 

 

 

Normalkoppeln: II-I; III-I; I-II; III-II; I-P;  II-P; III-P;

Oktavkoppeln :  III-I 4´; III-II 4´, III-III 4´; III-P 4´;

Creszendowalze, Schwelltritt, 8000facher Setzer

Erbauer:  

 

 

Gebrüder Späth, Ennetach – Mengen 1941 (Päpstlicher Hoflieferant)

Den Originalspieltisch baute Fa. Eisenschmid aus Andechs mit

Exentersystem und Sammelkontaktrelais

System:

 

Elektropneumatische Kegelladen im Hauptwerk, Schwellwerk u. Pedal

Elektropneumatische Taschenladen im Brustwerk


Spenden

In unsere Kirche wurde 1598 die erste Orgel eingebaut. Unsere heutige Orgel stammt aus dem Jahre 1941. Sie bedarf einer dringenden Sanierung, da vieles nur noch provisorisch funktionsfähig gehalten wird. Natürlich ist es sinnvoll, die Renovierung der Orgel während der malermäßigen Instandsetzung vorzunehmen. Die Orgel müsste vor den Malerarbeiten abgebaut werden. Das bedeutet das Ausheben aller Register sowie die Auslagerung und Reinigung des gesamten Orgelwerkes. Außerdem müssen alle Windladen ausgebaut und repariert werden. Während der Malerarbeiten kann die Reparatur des Pfeifenwerkes und der Umbau und Teilneubau von Orgelpfeifen erfolgen. Nach den Malerarbeiten müsste die Orgel neu aufgebaut werden; dabei kann der Austausch neuer Teile erfolgen.

Dazu benötigen wir Ihre finanzielle Unterstützung.

Sie können helfen durch eine Spende auf das Konto für die Orgelsanierung:

Konto: 5000449050
bei der Pax Bank
BLZ 370 601 93

Sie können aber auch für eine oder mehrere Orgelpfeifen eine Patenschaft übernehmen. Dazu sind die Pfeifengrößen in sieben Kategorien eingeteilt:

Größe Anzahl je Euro
     
1 171 10
2 468 15
3 687 25
4 656 50
5 531 100
6 390 200
7 219 400

 

Sie erhalten eine repräsentativ gestaltete Urkunde über Ihre Patenschaft und eine Spendenquittung. Wenden Sie sich dazu an das Sekretariat der Pfarrgemeinde St. Marien Tel: 03606-52083 oder nutzen Sie für ihren Wunsch den „Verwendungszweck auf der Überweisung.

Desweiteren können Sie nicht mehr benötigte Pfeifen mittels einer Spende käuflich erwerben. Nach dem Ausbau solcher Pfeifen werden wir darüber eine Liste anlegen und sie gegen einen Spendenbeitrag von 20 bis 50 Euro abgeben. Sie könne sich dafür jetzt schon in Sekretariat der Propsteigemeinde anmelden.

Wir werden alle Spender auf der Homepage der Propsteigemeinde und auf der Homepage des Vereins „Freunde der Kirchenmusik im Eichsfeld“ sowie auf einer Liste, die wir in der Propsteikirche auslegen, veröffentlichen. Falls Sie kein Interesse an einer Veröffentlichung haben, lassen Sie uns dies bitte wissen. In einem Spenderbuch, welches in dem Orgelwerk aufbewahrt werden wird, werden wir alle Spender aufführen.